
Das Jahr geht zu Ende, ohne großes Geräusch. Draußen ist es kalt, die Luft scharf und sauber, und man merkt, wie gut es tut, tief einzuatmen. Gesundheit ist an diesem Abend kein großes Wort. Sie ist einfach da, oder man hofft, dass sie bleibt. Niemand spricht lange darüber, aber jeder denkt kurz daran.
Drinnen ist es wärmer. Gläser stehen auf dem Tisch, beschlagen vom Kalten, das sie eben noch gehalten haben. Der Korken sitzt fest, dann löst er sich mit einem trockenen Knall. Der Sekt schäumt über den Rand, läuft auf das Holz, und keiner stört sich daran. Man wischt später. Jetzt hebt man die Gläser, stößt an, nicht zu laut, nicht zu wild. Der Frohsinn kommt von selbst. Er braucht keine Aufforderung.
Draußen beginnt das Feuerwerk. Farben schlagen auf den Himmel, hell und kurz, verschwinden wieder, als wären sie nie da gewesen. Jeder Knall ist ein Moment, dann Stille, dann der nächste. Man schaut hin, auch wenn man es schon oft gesehen hat. Vielleicht gerade deshalb.
Wunderkerzen brennen langsamer. Sie zischen leise, Funken fallen zu Boden und verlöschen sofort. Konfetti liegt überall, klebt an Schuhen, an Jacken, an Händen. Man weiß, dass man es morgen noch finden wird, selbst dann, wenn man glaubt, alles aufgeräumt zu haben.
Beim Bleigießen hält jemand die Figur ins Licht. Sie sieht aus wie ein Tier, sagt einer. Wie ein Schiff, sagt ein anderer. Es ist egal. Jemand meint, es sei ein gutes Zeichen. Das reicht. Niemand will es genauer wissen.
In der Küche stehen Berliner, schwer vom Zucker, warm, süß. Einer ist anders gefüllt. Man erwischt ihn, verzieht kurz das Gesicht und lacht dann doch. Es ist ein kleines Lachen, aber ehrlich. Solche Dinge zählen heute.
Kurz vor Mitternacht wird es ruhiger. Gespräche werden langsamer, die Blicke länger. Man schaut auf die Uhr und dann wieder zu den anderen. Es gibt nichts mehr vorzubereiten. Es ist genug.
Als das neue Jahr beginnt, umarmt man sich. Nicht aus Gewohnheit, sondern weil es passt. Draußen hängt noch Rauch in der Luft, grau und träge. Drinnen bleibt die Wärme. Silvester 2026 geht vorbei, ohne sich wichtig zu machen. Und das ist gut so.

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Seit über 20 Jahren PHP Developer, nun geht's an Laravel & VUE